Die bis zur Verlegung neben der Staatsstraße am Nordrand von Marktoffingen stehende Kapelle ist ein Rechteckbau zu drei Fensterachsen. Ihre Ursprünge dürften ins 13. Jh. reichen. Drei Bauphasen ließen sich nachweisen: eine 4 Meter breite Kapelle im Nordosten des heutigen Baus, die noch im Mittelalter auf die heutige Breite vergrößert und nach Westen bis zum mittleren Fenster verlängert wurde, bevor sie im frühen 17. Jh. die heutigen Maße erhielt. Eine Altarweihe 1613 dürfte den Abschluss der Arbeiten am Bau bedeuten. Kurz nach der Pfarrkirche erhielt auch das Äußere der Kreuzkapelle Sgraffito-Schmuck, der 1964 erneuert wurde.
Das Hauptfenster im Osten wurde damals zugemauert und erst 1964 rekonstruiert, wobei das Fenstermaßwerk mangels Belege eine Neuschöpfungdarstellt.
Das Innere, ein Saalraum mit Stichkappentonne, ist aktuell in restaurierungsbedürftigem Zustand. Es erhielt nach Brandschaden 1729 bewegte Bandwerk-Stuckzier im Gewölbe und an der Emporenbrüstung. Eine durchgreifende Erneuerung fand dann 1873/74 statt: Hochaltar und Kanzel im neuromanischen Stil wurden aufgestellt, der Stuck neu gefasst und neue Deckenbilder gemalt. Das Bild nächst dem Altar zeigt die Kreuzerprobung, bei der eine Frau geheilt wurde, wodurch sich unter diversen unter Kaiserin Helena aufgefundenen Kreuzen das Kreuz Jesu Christi erkennen ließ. Die Bezeichnung nennt einen Maler Heichlinger und das Jahr 1874.
Das runde Bild mit der Dreifaltigkeit als drei Personen und Engeln, entstanden ebenfalls 1874, ist von Andreas Echter (1843–87) aus Thannhausen an der Mindel signiert, von dem wohl auch das zweite Hochformat mit der Herz-Jesu-Figur stammt.
Der Hochaltar von einem Schreiner Egger aus demselben Thannhausen besitzt im Zentrum eine Kreuzigungsgruppe, wobei das Kruzifix aus dem 16. und die bewegten Assistenzfiguren aus dem 18. Jh. stammen. Flankierend stehen nazarenische Figuren; dabei ist die Beschriftung mit hl. Notger nicht passend, denn er war kein Bischof. Eher dürften die Heiligen Ulrich und Nikolaus dargestellt sein. Das Gemälde im Auszug mit Christus am Ölberg könnte wiederum von Echter stammen. Seitlich vom Hochaltar hängen zwei Bilder des mittleren 18. Jh., evtl. Fastenbilder für kleine Altäre; sie zeigen die Schmerzhafte Maria und den Geißelheiland. An der Nordwand folgt ein aufwendiges Votivbild, das ein Herr Anton Kirchenbauer 1729 durch einen Maler namens Silber anfertigen ließ, nachdem sein Haus bei einem Ortsbrand verschont geblieben war. Es zeigt seinen Namenspatron Antonius mit dem Jesuskind vor Maria; links löscht der heilige Florian den Brand.
Drei ehemalige Altarbilder der Pfarrkirche wurden hierher ausgelagert: die Himmelfahrt Mariä, ein hl. Sebastian angeblich ein Antonius, aber das entsprechende rundbogige Bild zeigt die Stigmatisation des Franziskus. Ein barockes Ovalbild der Immaculata ist anderer Herkunft.
Die Vortragestange mit der hl. Walburga ist noch aus dem 18. Jh. und hatte ein Gegenstück mit dem hl. Michael, der nun die Kanzel der Pfarrkirche bekrönt.
Von der Orgel ist aktuell nur mehr das barocke Gehäuse vorhanden. Im Dachreiter hängt eine Glocke, die 1655 von Wolf Roth in Nördlingen gegossen wurde.
