Marktoffingen-Ulrichs-Kap_Wameser_1000

Fenster zwischen den beiden heutigen Südfenstern. Das Rundfenster der Apsis ist nicht original. Der kleine Westturm mit Oktogon und Spitzhelm stammt weitgehend aus dem 19. Jh. Der hier sparsamere Sgraffito-Schmuck ist jünger als an den anderen Kirchen. Er akzentuiert die Ecken mit Quadern, verleiht den Fenstern eine originelle strahlenförmige Bekrönung und verstärkt das Traufgesims optisch durch einen Fries aus Rundbogen wechselnder Größe.

Ein bei einer Restaurierung 1981 im Inneren entdeckter gemalter Mäanderfries erhärtet die Datierung ins 12. Jh.

Das zweijochige Innere ist barock kreuzgratgewölbt und mit zurückhaltender neuromanischer Dekormalerei versehen. Wie der Altar dürfte sie zeitnah mit der Erneuerung der Heilig-Kreuz-Kapelle entstanden sein. An diesem ist nur die Figur der hl. Afra noch barock (um 1720); der hl. Ulrich ersetzt eine in die Pfarrkirche verbrachte Figur und ist wie die Narcissusfigur nazarenisch. Auch das Bild im Antependium mit der Lechfeld-Schlacht ist aus dieser Zeit.